Welche Verwaltungsarten gibt es?

Grundsätzlich wird die Verwaltung in verschiedene Kategorien eingeteilt:

1. Mietverwaltung: Hier obliegt das Haus einem Eigentümer, welcher sich eines Fachmannes seines Vertrauens bedient und mit diesem einen Vertrag über die Verwaltung seines Eigentums schließt. Danach ist der Eigentümer aus dem operativen Geschäft entlassen.

2. Sondereigentumsverwaltung: Diese wird ähnlich geartet wie die Mietverwaltung, nur mit dem Hintergrund, dass es sich meistens um einzelne Wohnungen in verschiedenen Gebäuden handelt. Üblicherweise sind das Eigentumswohnungen in entsprechenden Anlagen.

3. Wohnungseigentumsverwaltung (WEG-Verwaltung): Bei einer WEG-Verwaltung wird man per Beschluss einer Eigentümerversammlung bestellt. Die Bestellung darf bei Neubauten max. 3 Jahre und bei Bestandsverwaltungen max. 5 Jahre betragen. Eine Wiederwahl ist grundsätzlich möglich. Der WEG-Verwalter unterliegt den gesetzlichen Bestimmungen des WEG und den Beschlussfassungen, welche in der Eigentümerversammlung gefasst wurden. Grundsätzlich ist der WEG-Verwalter keinem einzelnen Eigentümer unterstellt. In einer größeren Wohnungseigentümerschaft wird im Regelfall ein Verwaltungsbeirat gewählt, welcher aus 3 Mitgliedern der Gemeinschaft bestehen soll. Dieses Amt ist grundsätzlich ein Ehrenamt und ist mit einer Vergütung nicht verbunden. Der Verwaltungsbeirat unterstützt den Verwalter in seinem Handeln. Gleichzeitig ist er auch als „Verbindungsglied“ zwischen den Eigentümern und dem Verwalter zu sehen. Im Regelfall wird die jährliche Belegprüfung ebenfalls von dem Beirat durchgeführt. Dennoch ist es laut Gesetz JEDEM Eigentümer gestattet, die Belege während der üblichen Geschäftszeiten des Verwalters in seinen Räumen einzusehen. Der Termin ist im Vorweg mit dem Verwalter abzustimmen.